Fire Emblem [2] - Weitere Spieleindrücke

 

Nachdem ich nun etwa 14 Stunden mit Fire Emblem für den GBA verbracht habe, will ich einen weiteren, wenn auch kürzeren Artikel zu meinen Spieleindrücken im Archiv hinterlassen.

Zunächst will ich nochmal unterstreichen, dass das Spiel wirklich liebevoll daherkommt. Die tolle detaillierte Spritegrafik, die schönen Animationen, die facettenreiche Handlung, das komplexe Kampfgeschehen und die vielen unterschiedlichen Charaktere. All das zeugt von einem objektiv wirklich guten Game. Ich sehe den Reiz, den Fire Emblem bietet - nicht nur dieses einzelne Spiel, sondern die Reihe als Ganzes. Dennoch habe ich beschlossen, Fire Emblem, also konkret diesen GBA-Teil, nun doch nach einigen Spielstunden wieder bei Seite zu legen.

Die vielen objektiv guten Aspekte des Games werden durch gewisse subjektive Eindrücke eingetrübt. Mir gefällt der strategische Ansatz wirklich sehr, das Taktieren, das Knobeln, das Denken und das Management. Toll! Was mich jedoch wirklich stört, ist, dass es viele Punkte im Spiel gibt, die man einfach verpassen kann. Wenn man gerade nicht den richtigen Charakter in seiner kleinen Pixelarmee dabei hat, kann es sein, dass man wichtige Gespräche unter umständen nicht auslösen kann und so verpasst man mitunter einfach Charaktere. Mir ist das in Mission 15 aufgefallen. Hier habe ich zum ersten Mal in eine Komplettlösung geschaut, weil ich mir Tipps holen wollte. Dann las ich von gewissen NPCs, die ich mit speziellen Charakteren ansprechen muss, um sie zu rekrutieren. Diese wiederum hätte ich einige Missionen zuvor auf andere Art für meine Sache gewinnen müssen. Das habe ich aber im Schlachtengetümmel einfach verpasst.

Mir war schnell bewusst, dass ich dagegen nun nicht mehr viel tun hätte können. Zunächst spielte ich darum einfach weiter. Ich mag es jedoch nicht, das Gefühl zu haben, ich muss permanent eine Komplettlösung parallel im Blick behalten, um nicht wesentliche Teile des Spiels zu verpassen. Doch im fortschreitenden Verlauf kamen weitere Punkte hinzu, die mich in der Art, wie ich Games spielen möchte, einfach stören:

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels zieht an, selbst mir der Rückspulfunktion meiner Spielversion und nach etlichen Versuchen komme ich nicht drumherum, das Charaktere besiegt werden. Und in FE heißt das nun einfach mal, das diese dann dauerhaft verloren sind. Permadeath. Hier muss ich sagen, das wurmt mich innerlich einfach zu sehr. An dem Punkt überwog in mir die Frustration den Spielspaß, und das ist dann für mich der Punkt, wenn ich ein Game bei Seite lege. Denn ein Spiel soll ja immer noch Spaß machen und mich nicht am Ende des Tages mir Groll zurücklassen.

Also Ja, Fire Emblem ist objektiv ein tolles Game und in den 14 Stunden, die ich damit verbracht habe, hatte ich meinen Spaß damit. Das allgemeine Gampelay und die liebevolle Aufmachung werden für mich aber von Elementen wie dem Permadeath und den verpassbaren Inhalten eingetrübt.

Dennoch bleibt von der Beschäftigung mit FE ein ganz wesentliche Punkt für mich: Ich glaube, ich bin SRPGs gegenüber offener geworden. Ich habe trotz der Erfahrungen mit Fire Emblem Lust darauf, weitere Titel der Reihe anzuspielen, und bei Gelegenheit würde ich auch gerne andere SRPGs mal antesten, z. B. habe ich mich auch noch nie mit Final Fantasy Tactics oder Ogre Battle näher befasst.


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