The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom - Reisetagebuch [1]


The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom (TodK) ist vermutlich das ambitionierteste Spiel, das überhaupt auf der Nintendo Switch erschien. 2023 machte Nintendo allen Fans des Vorgängers Breath of the Wild (BotW) das Geschenk dieses Monumentalwerkes.
War BotW schon gigantisch, erweitert TodK das Open World Erlebnis nun noch einmal massiv mit einer Unterwelt und den Himmelsinseln. Jedes Mal, wenn ich TodK einwerfe, bin ich fasziniert davon, wie dieses Game auf der betagten Switch-Hardware überhaupt möglich war. Aber Nintendo hat es geschafft, hat poliert und getüftelt und dieses grandiose Spiel kam dabei heraus.

Zelda hat sich mit BotW und TodK von seiner Ursprungsformel ziemlich entfernt. Das geführte Spielerlebnis, das Games wie Ocarina of Time, Twilight Princess oder auch Skyward Sword boten weicht hier einer massiven Sandbox. Und das Konzept kam bei den Spielern an! die beiden Open-World Switch-Ableger verkauften sich wie geschnitten Brot.
Ich gebe zu: Ich bin nicht der allergrößte Zelda-Spieler. Die meisten Games habe ich angezockt, die wenigsten beendet. Aber ich verstehe die Faszination. Zelda hat etwas. Die Welt, die Lore, das Gameplay. So legte ich mir auch die beiden Switch-Titel zu - aus Lust an der Erkundung, aus Neugier, aus dem Wunsch heraus, in diese riesige freie Welt einzutauchen. BotW spielte ich vermutlich etwas mehr als zehn Stunden. Gedanklich habe ich es aber für mich nie ganz aus der Hand gelegt. Irgendwann würde ich es gerne weiterspielen.

Dann kam TodK. Die Trailer hypten mich. Aber auch hier: Nach einigen Stunden Spielzeit wandte ich mich anderen Games zu. Kleineren, übersichtlicheren, geführteren Games. Die Wild-Like-Zeldas haben einfach den Effekt, das man sich darin verlieren kann - im positiven, wie auch im negativen Sinne. Hier noch ein Schrein, da noch eine neue Location. Ständig wird man abgelenkt. Die Welt bietet einfach so viel.
In den letzten Tagen habe ich mal wieder Bock auf Zelda verspürt. Ich habe nun entschieden, mich mal wieder Tears zuzuwenden. Das Game hatte ich bereits zwei mal begonnen und versuche nun, mich in meinen zweiten Spielstand wieder einzufinden. Ich stehe da wirklich noch ziemlich am Anfang, auch wenn ich das Startgebiet der ersten Himmelsinseln bereits abgeschlossen habe. Ein paar Schreine sind bereits absolviert und ich versuche nun herauszufinden, was es denn als nächstes zu tun gilt.
Ich befinde mich im Spähposten, hier beginnen die grundlegenden Quest, die mich in die umliegenden Regionen führen. Ich mache mich zunächst wieder mit den komplexen Mechaniken vertraut. Gar nicht so einfach, die Steuerung ist vielschichtig bis überladen. Aber ja, ich merke, irgendwie habe ich Lust, mich endlich mal auf dieses Spiel einzulassen.

Ich beabsichtige nun nicht, in der nächsten Zeit ausschließlich TodK zu zocken. Es soll eher eine Art Begleit-Spiel werden, neben den RPGs, die ich weiterhin hauptsächlich spiele. Denn das muss ich kurz klar stellen: Natürlich ist, Zelda kein RPG. Noch zu N64-Zeiten wurde zwar Ocarina of Time in manchen Spielezeitschriften als solches gelistet, aber abgesehen vom Setting, das gut zu einem RPG passen könnten, fehlen ja ganz klar Elemente wie die Charakterprogression, die eben RPGs ausmachen. Dennoch: Auch wenn Zelda kein RPG ist, werde ich im RPG-Archiv darüber schreiben. Vielleicht wird es ja so eine Art Gaming-Tagebuch. Mal schauen, wo die Reise hingeht.

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