The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom - Reisetagebuch [3]
Es geht voran in Hyrule. Nein, ich habe nicht aufgehört, TodK zu zocken. Aber ich merke, für dieses Game muss ich mir Zeit nehmen und die habe ich nicht immer. Zudem ist es ein Spiel, dass ich gerne mit meiner Frau spiele, das heißt, sie muss also im besten Falle auch zeit dafür haben. TodK ist wie eine Auszeit. Wenn man mal raus muss, bietet sich dieses Spiel an. Jede Session ist wie eine eigene kleine Reise für sich und diesmal schickte ich mich an, in kühlere Gefilde aufzubrechen, wo es doch draußen im Reallife gerade endlich Frühling wird.
Zunächst hieß es: Zurück zu den Basics. Im Makurukis-Schrein habe ich ein wenig Bogenschießen-Training absolviert, um für die kommenden Gefechte sattelfester zu werden. Von dort aus ging es zurück zum Turm auf dem Tilio-Berg. Mein Blick richtete sich nach Nordwesten – in das verschneite Land der Orni.
Jeder Zelda-Spieler weiß: Ohne Kälteschutz endet die Reise im Tiefschnee schneller, als einem lieb ist. Mein Plan stand fest: Ich brauche eine Winterhose. Ich erinnerte mich dunkel, dass auf der Start-Himmelsinsel eine zu finden sei. Also trat ich den Weg zurück an, suchte, kramte in meinem Inventar – und musste schmunzeln: Ich hatte das gute Stück längst erhalten. Typisch für dieses Spiel; man verliert bei der Fülle an Items und Aufgaben manchmal den Überblick über den eigenen Kleiderschrank.
Bestens ausgerüstet führte mich mein Weg vom Stall an der Tabanta-Brücke hinein in die Schluchten des gegenüberliegenden Gebirgspasses. In einem Krater am Wegesrand stieß ichauf den Hornisten einer Musikertruppe, der samt seinem Wagen fest saß. Hier durfte meine Ultrahand-Fähigkeit glänzen. Ein paar Handgriffe, etwas Konstruktionsarbeit, und schon schwebte der Wagen samt Musiker aus der Grube.
Ein Stück weiter gönnte ich mir einen Moment der Übersicht. Ich nutzte die Zeitumkehr bei einem frisch vom Himmel gefallenen Felsen, um mich wie mit einem Fahrstuhl in die Wolken befördern zu lassen. Von oben sah ich ihn dann wieder: Einen Iwarok-Steingolem. Doch dieses Mal blieb ich standhaft – oder eher klug: Ich ging ihm aus dem Weg. Nach dem letzten harten Kampf war mir heute eher nach Erkundung als nach einer langwierigen Materialschlacht zumute.
Mit dem ersten Schneefall erreichte ich einen Schrein, der sich als kleines Highlight entpuppte: Hier drehte sich alles um Sonau-Raketen und bald schon durfte Link in düsengetriebenen Lore über Abgründe donnern.
Kurz vor meinem Ziel entdeckte ich im Tal ein Gebäude, das ich für einen Stall hielt. Doch weit gefehlt: Es ist das Hauptquartier des Kleeblatt-Kuriers. Ehe ich mich versah, wurde ich als Reporter rekrutiert. Die Aussicht auf das "Kröten-Outfit", mit dem man an nassen Wänden nicht mehr rutscht, ist ein zu guter Köder, um die Quest "Auf der Suche nach Wahrheit" links liegenzulassen. Das wird mir beim Klettern im Regen sicher noch den Hintern retten.
Schließlich erreichte ich die Schlucht vor dem Dorf der Orni. Das Problem: Die Brücke ist zerstört. Dank eines kleinen Tipps über die Brennkraft von Hyrule-Tannenzapfen erzeugte ich jedoch genug Auftrieb, um mit dem Parasegel einfach hinüberzugleiten.
Bevor ich das Dorf betreten habe, konnte ich am Fuße des Orni-Turms noch den Wao-os-Schrein abschließen. An der Gebetsstatue im Dorf konnte ich meine Helden.Bilanz aufbessern: Ich habe nun sowohl meine Lebensenergie als auch meine Ausdauer um jeweils einen Container erweitert. Mit sechs Herzen und etwas mehr Puste fühlt sich Hyrule schon ein kleines bisschen weniger bedrohlich an.
Der nächste Schritt ist klar: Ich werde das Dorf der Orni erkunden und sehen, welches Schicksal die stolzen Vögel in dieser veränderten Welt ereilt hat.
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