The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom - Reisetagebuch [5]




Früher haben mich Sammelaufgaben in Open-World-Spielen oft genervt, doch in Tears of the Kingdom ist das plötzlich anders. Ich habe das Tempo massiv rausgenommen und lasse mich von der Welt treiben.


Aktuell ziehen mich nämlich die Krog-Samen in ihren Bann. Die Suche motiviert mich dazu, diese unglaublich vielfältige und detaillierte Welt wirklich kennenzulernen. Viele Samen entdecke ich organisch beim Herumlaufen, aber für den großen Überblick nutze ich inzwischen auch eine Karte.
Dabei fasziniert mich, dass hinter vielen dieser kleinen Samen auch ein kleines Rätsel steckt – mal muss man klettern, mal etwas vervollständigen. Es ist wie eine Belohnung dafür, dass man die Augen offenhält.



Inzwischen bin ich zurück zum Spähposten gereist und habe meine Beute eingetauscht. Das Ergebnis: neue Waffenslots im Inventar! Ein Segen, wenn man bedenkt, wie schnell die Ausrüstung in diesem Spiel zerbricht...
Erst jetzt wird mir richtig bewusst, wie kleinteilig und tief diese Karte wirklich ist. Wann immer ich z. B. auf eine Höhle stoße, erkunde ich diese auch. Es fühlt sich jedes Mal nach einem echten Fortschritt an, wenn der Name der Höhle auf dem Bildschirm aufploppt. Das Prozedere ist ein motivierender Loop geworden: Rein in die Höhle, das leuchtende Mayoi finden, das Signum kassieren und die versteckte Schatztruhe plündern.



Besonders beeindruckend ist eine Entdeckung im verschneiten Norden: Dort stoße ich in einer Höhle auf das riesige Skelett eines Drachen oder einer ähnlichen Urkreatur. Solche Momente geben der Welt eine unheimliche historische Tiefe.



Ganz nebenbei schalte ich drei weitere Türme im Nordwesten und Westen frei. Das Katapultieren auf die zugehörigen Himmelsinseln ist technisch jedes Mal wieder ein Spektakel. Die Weitsicht, die Abwechslung und dann dieser nahtlose, ladezeitenfreie Sprung zurück auf die Oberwelt – ich kann es kaum glauben, was Nintendo aus der betagten Switch-Hardware herausholt.



Auch einigen der Geoglyphen habe ich mich gewidmet. Sammelt man hier die versteckten Drachentränen ein, gibt es schicke Zwischensequenzen zu sehen, die die Story um Prinzessin Zelda vorantreiben.



Natürlich lasse ich keinen Schrein links liegen. Die Rätsel bleiben kreativ: In einem musste ich eine Art Flipper bauen, um eine Kugel präzise auf eine Zielscheibe zu befördern.
Ich merke, wie Link langsam mächtiger wird. Es gibt eine spürbare Progression und durch erledigte Quests – wie den Handel mit Leuchtfischen für die Orni oder meine Einsätze für den Kleeblatt-Kurier (Stichwort: Ziegenherde und Geheimrezept) – fühlt sich mein Fortschritt immer mehr nach einem klassischen RPG an. Ich besitze bessere Waffen, bessere Ausrüstung und habe mehr Herzen auf der Anzeige. Die Angst vor jedem Gegner am Wegesrand schwindet langsam. Ich segne nicht mehr beim ersten Treffer das Zeitliche, sondern kann auch mal einstecken und gezielt kontern.


Der Plan für die nächste Zeit: Ich möchte die bereits bereisten Gebiete noch gründlicher erforschen. Aber der Blick wandert immer häufiger nach unten: Ich will endlich ernsthaft in den Untergrund aufbrechen und schauen, was dort in der Dunkelheit wartet. Irgendwann sollte ich wohl auch die nächste Hauptquest angehen... aber erst noch dieser eine Krog dort hinten!



Hier gehts zum nächsten Eintrag im Reisetagebuch.






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