The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom - Reisetagebuch [4]
Das Dorf der Orni bietet einen traurigen Anblick: Es liegt begraben unter Eis und einem unnatürlichen Schneesturm. Inmitten dieses Chaos erfahre ich von Tulin, dem ungestümen Sohn des Anführers Teba. Der kleine Kerl ist überzeugt, den Ursprung des Sturms gefunden zu haben, und begab sich alleine auf die Suche. Dem muss ich natürlich nachgehen. Also heißt es für mich: hinterher in die verschneiten Berge der Hebra-Nordspitze.
Als
ich Tulin schließlich hoch oben in den Bergen erreiche erreiche,
schließt er sich mir an und es folgt ein weiterer Aufstieg. Der
Gipfel der Berge ist nicht das Ende der Fahnenstange, sondern es
folgt ein Jump & Run über den Wolken.
Der
Weg hinauf zu den Himmelsinseln fühlt sich fast schon wie eine
Spezialwelt aus einem Super Mario-Spiel an. Es ist eine
Kletterpartie, eine Mischung aus akrobatischen Sprüngen und dem
geschickten Einsatz von Trampolinen, die uns immer weiter nach oben
katapultieren.
Besonders
beeindruckend ist der letzte Abschnitt: Ich springe über schwebende,
sich bewegende Luftschiffe, um immer höher zu gelangen. Nur von ganz
oben ist es möglich, direkt in das Auge des gigantischen Sturms
hineinzuspringen. Hier leistet Tulin wertvolle Dienste: Sein Windstoß
gibt mir den nötigen Schub mit dem Parasegel, um Abgründe zu
überwinden, die ich allein nicht bewältigen könnte.
Im
Zentrum des Sturms wartet die Himmelsarche, ein gewaltiger
Windtempel. Hier stößt meine Ausrüstung an ihre Grenzen. Die Kälte
ist so klirrend, dass meine wärmende Hose allein nicht mehr
ausreicht. Zum Glück habe ich ordentlich vorgekocht, und kann mich
mit diesen Rationen warm halten.
Im
Tempel selbst müssen fünf Turbinen aktiviert werden, was mich vor
einige Rätsel stellt. Ich schmelze Eisblöcke und durchschaue
Mechanismen, bevor sich die Luke zum zentralen Deck öffnet. Und dann
erhebt sich der Tepelboss: Frosgeira, der Peiniger des
Windtempels. Ein gigantisches, gepanzertes Flug-Ungetüm mit
teilweise eisartigen Körperteilen, die zerstört werden müssen..
Der Kampf im freien Fall, immer wieder getragen von den eisig
pfeifenden Aufwinden, die es zur Herausforderung machen, die Flugbahn
zu navigieren, ist wirklich gelungen!
Ich
kann Frosgeira bezwingen. Kaum ist der Boss bezwungen, klart das
Wetter in der Region auf. Die Sicht wird frei, die Sonne kommt hervor
und der ewige Schnee im Dorf der Orni schmilzt schnell dahin. Als
Belohnung leistet Tulin einen Schwur und begleitet mich fortan als
Geist. Es klingt vielleicht seltsam, aber die Reise durch Hyrule
fühlt sich dadurch gleich ein ganzes Stück weniger einsam an.
Eigentlich
will ich direkt weiterziehen, aber die Ruhe nach dem Sturm hat etwas
Meditatives. Ich bleibe im Dorf hängen, um ein paar neue Quests
anzugehen. Ich erklimme zum Beispiel die Spitze des Dorfes und blicke
in der Morgensonne nach Westen. Der Schatten des Berges markiert eine
Schneeformation, die wie ein weißer Vogel aussieht – dessen
Schnabel deutet direkt auf eine Höhle mit einem verborgenen Schrein.
Und
während ich so durch die Gegend streife, passiert es wieder: Ich
entdecke durch Zufall einige Krogsamen. Dabei merke ich: Diese
kleinteilige Sammelarbeit, oft verbunden mit Mini-Rätseln, macht mir
gerade richtig viel Spaß. Also
beschließe ich zunächst erstmal alle Krog-Samen in diesem Gebiet zu
sammeln, bevor ich mich dem nächsten Teil der Haupthandlung widme.
Diese Sammelei führt natürlich auch dazu, dass ich die Umgebung besser kennenlerne. Eine Höhle hier, ein Häuschen da und dann stolpert man noch über den ein oder anderen Schreib. Auch Gefahren lauern dabei. So laufe ich völlig unvorbereitet einem riesigen dreiköpfigen Feuerdrachen in die Arme. Schnell zeigt sich, dass ich diesem Weltenboss völlig unterlegen bin. Also lieber schnell weiter...
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